Ich twittere nicht … oder …
Dienstag 21. April 2009 von optimisc
Ich twittere nicht. Twittern ist Unfug. Was soll der Quatsch mit den 140 Zeichen, dann wäre dieser Artikel schon zu Ende. Aber Twitter ist hip, Twitter ist der große Hype oder in deutsch: Macht jeder. Na gut, jeder Zweite
Na gut, dann probiere ich das halt mal. Vor allem deshalb, weil viele Twitterer sagten, man könne nicht darüber urteilen, ohne es ausprobiert zu haben. Seit kurzer Zeit twittere ich also. Zusammenfassen läßt sich sagen: Meine Erfahrungen sind nicht durchweg negativ. Da über Twitter schon alles gesagt wurde (ff), möchte ich hier nur die für mich wesentlichen Aspekte nennen:
- Twitter ist eine interessante Erweiterung des Informations-Horizontes. Man erfährt Dinge eher, die man ansonsten gar nicht erfahren hätte (dann wären sie auch nicht wichtig) oder wesentlich später. Man erfährt aber auch die Intensivität von Informationen, wie wichtig ist etwas gerade, wie viele Leute bewegt eine bestimmte Information im Moment.
- Natürlich ist Twitter eine weitere Möglichkeit, sich anderen mitzuteilen. Interessant daran ist – und das ist man ein Vorteil der 140 Zeichen – dass man sich einerseits einschränken muss, es andererseits aber auch darf. Man kann also mal eben schnell eine Information herauswerfen, ohne sich lange über die Formulierung Gedanken zu machen.
- Twitter ist eine lustige Nebenbeschäftigung beim Fernsehen. Jede halbwegs populäre Sendung im Fernsehen wird dort im Detail kommentiert. Man kann diesen Diskussionen folgen, indem man entweder einen Client besitzt, der “Saved searches” beherrscht oder ganz einfach per Suche und Reload auf Twitter Search. Das ist manchmal wesentlich interessanter als der Schmonzes im TV.
- Twitter kostet soviel Zeit, wie man sich dafür nimmt. Will sagen: Es kostet nicht mehr Zeit sondern es füllt Zeitlücken und belohnt mit Informationsgewinn (s.o.).
Nun gibt es etwa soviele Twitter-Clients wie Barack Obama Follower hat. Welchen nehmen? Die Webseite von Twitter als Client ist mir einfach zu langsam und unflexibel. Nachdem ich ein bisschen herumprobiert habe, bin ich zur Zeit ein Fan von Tweetdeck. Für mich die wesentlichen positiven Aspekte daran: Erstens die Facebook-Integration, in einer Spalte können Neuigkeiten aus meinem Facebook-Account angezeigt werden. Und zweitens die Möglichkeit der “Saved Searches”: Ich kann nach einem Begriff (Bspw. “#zensursula”) oder mit boolschen Operatoren verbundene Kombinationen von mehreren Begriffen (Bspw. “#raab OR #sdr”) suchen und schon erscheint eine neue Spalte, in der alle Tweets angezeigt werden, die diesen Begriff enthalten. Und zwar von allen Twitternutzern, nicht nur von denen, denen ich folge! Diese Spalte wird ab dann regelmäßig wie alle anderen Spalten upgedatet, bis ich sie wieder lösche.
Bin gespannt, wie lange Twitter noch an der Spitze der Bekanntheit stehen wird. Sicher bin ich allerdings, dass Microblogging an sich eine Zukunft neben Blogging haben wird.
Kategorie: Allgemein, Software, Webtechnik | 1 Kommentar »


