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HD

Montag 31. Januar 2011 von optimisc

Das Desire ist ein tolles Gerät. Aber der Hauptspeichermangel ist ätzend. Ständig an der Grenze der restlichen 13MB, bei denen in etwa das Speichermangel-Zeichen in der Nachrichtenleiste auftaucht. Ein paar Updates eingespielt und schon wieder Ende. Flash-Update nicht eingespielt. Facebook-Updates deinstalliert. Öffi, ein tolles Programm, deinstalliert. Sogar den DB-Navigator weggeworfen. Alles, was nicht App2SD kann, wird sehr kritisch geprüft, ob man das wirklich benötigt.

Das kann es nicht sein.

Desire HD. Nachdem ich meine ganzen Apps fix nachinstalliert hatte (AppBrain sei Dank), waren noch über 900 MB frei. In Worten Neunhundert. Und ich habe keine einzige App auf die SD verschoben. Sensationell.

Des weiteren ist das Fast Boot des Desire HD unglaublich. Einschalten: Das, was am längsten dauert, ist die Eingabe der PIN für die Simkarte. Es ist rasend schnell – klar, das Telefon wird wohl nicht richtig heruntergefahren sondern nur à la Windows in den Schlafmodus versetzt. Egal, es tut und es tut schnell.

Kaum zu glauben ist, dass der Akku des Desire HD mit 1200 mAh länger hält als der Akku des Desire mit 1400 mAh. Bei recht intensiver Benutzung und denselben installierten Apps verbleiben am Ende des Tages noch 40% bis 50% der Akkukapazität.

Aber das Ding hat auch Nachteile. Es ist groß. Die Abmessungen sind etwas größer als die des Desire, das Gewicht auch. Natürlich ist der Bildschirm größer, das ist ganz nett. Aber mit den Abmessungen muss man sich anfreunden.

Außerdem: Der Trackpoint fehlt. Die Kamera löst man beim Desire HD aus, indem man auf einen Punkt auf dem Monitor klickt, der einen Trackpoint abbildet – kein Problem. Einziger echter Nachteil ist das beim Positionieren des Cursors, z.B. in einer E-Mail. Mit dem Trackpoint kein Problem, ohne schon. Bei der Bildschirm-Tastatur des Desire HD sind daher Pfeiltasten enthalten, bei meiner ansonsten geliebten Swiftkey-Tastatur muss man auf eine zweite Ebene schalten, um die Pfeiltasten zu erreichen. Das ist etwas lästig.

Fazit: Das Desire ist ein tolles Teil. Vor allem, wenn man noch eines der Geräte mit dem AMOLED-Display erwischt hat. Das S-LCD des Desire HD ist etwas blasser. Aber dennoch: Das Gekaspere mit dem Hauptspeicher hat ein Ende und das größere Display ist bei Benutzung deutlich angenehmer. Ich bin sehr zufrieden.

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Laufzeitverlängerung

Sonntag 16. Januar 2011 von optimisc

Tolles Telefon. Super Apps. Aber, ein wenig Sorgfalt sollte man walten lassen.

Mein Desire hatte vor einiger Zeit bei sehr sparsamer Nutzung nur noch mit Mühe Strom für einen Tag. Nachmittags war der Akku schon bei 20%, wenn ich abends kein Ladekabel anschloß, war schnell Feierabend. Das kann es doch nicht sein?

Ich hatte den Verdacht, dass der Akku zu schwach war, zu alt, fehlerhaft. Ein neuer Akku von Amazon zeigte allerdings das gleiche Bild: Kaum über den Tag zu kommen.

Ein interessanter Hinweis stammte aus der c’t: Die App Watchdog zeigt diejenigen Programme, die CPU und Speicher – also Strom verbrauchen. Es gibt sogar einen Alarm, wenn eine App mehr CPU verbraucht als dem Akku gut tut.

Sehr schnell wurde nun klar, dass besonders zwei Apps meinen Akku leer saugten. Das eine waren die Beautiful Widgets. Eigentlich etwas sehr gutes: Uhr, Datum, Wetter auf der Startseite, und das Ganze wesentlich kleiner als die HTC-Standard-Anzeige – also mehr Platz für Icons. Toll. Zieht nur leider ziemlich viel Strom, etwa 20% der Akkuleistung pro Tag.

Die andere, noch problematischere App war Phono. Auch etwas sehr praktisches: Sowohl der Provider als auch die Empfangsstärke werden angezeigt. Und, ob das Telefon gerade Daten per Mobilfunk empfängt. Sehr nett: Wenn man sich in der Nähe der Bundesgrenze aufhält und das Desire wählt das ausländische Mobilfunknetz, man geht dennoch online (”Roaming”), wird es teuer. Ja, ich weiß, Roaming kann man abschalten in den Netzeinstellungen. Leider frisst dieses Phono 30% der Leistung pro Tag.

Also Umbau.

Phono rausgeworfen.

Beautiful Widgets rausgeworfen.

Battery Widget rausgeworfen, stattdessen Quick Battery installiert. Spart etwas mehr Strom und passt zu dem von mir verwendeten Quick Settings.

Eine stromsparende Uhr gibt es hier. Auf das wesentliche reduziert (die Uhrzeit).

Wenn man dann noch in den Systemeinstellungen die regelmässigen Aktualisierungen bei den Anwendungen, die man eh’ nicht benötigt (z.B. Aktienkurse) abschaltet, und z.B. in der Facebook-App die Aktualisierungen auf “Nie” stellt; aufpasst, dass man z.B. Tweetdeck per “Menü”-exit beendet und nicht einfach per Homebutton (das behält Tweetdeck im Hintergrund und lässt es “mitlesen”), dann, ja dann hat man Strom für mehr als einen Tag. Und zwar inklusive einem Dreiviertelstündchen Defensoid und diversen E-Mails. Vom Telefonieren mal ganz zu schweigen ;-)

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Nutzen

Sonntag 26. September 2010 von optimisc

Dies ist nun der dritte Artikel, der sich mit dem Desire beschäftigt.

Nach einiger Zeit der Nutzung ist mir dieses Gerät wirklich wichtig und wertvoll geworden. Zwei Ärgernisse möchte ich allerdings nicht verschweigen: Der Akku ist zu schwach und der Speicher im Gerät zu klein. Mit normaler Nutzung inklusive E-Mail und Nachrichten lesen, aber ohne langes Spielen, wird es schon schwierig, mit dem Akku über 15 Stunden zu kommen ohne Nachzuladen. Und mit Froyo (Android 2.2) ist es zwar möglich, Apps auf die SD-Karte zu verschieben, dies muss aber der Entwickler der App auch einbauen und das tun bisher die wenigsten.

Nun zu den angenehmen Dingen, was kann ich damit alles machen?

100926-screen1

In diesem (leider etwas unscharfen) Bild sieht man den Homescreen. Platz ist hier wichtig, schneller Zugriff auf die wichtigsten Anwendungen notwendig. Daher habe ich die HTC-Klappuhr, die ich eigentlich sehr mag, durch eine Uhr von Beautiful Widgets ersetzt. Diese nimmt nur eine Reihe ein und zeigt dennoch die gleichen Informationen. Darunter das Battery Widget, welches leider man immer im Blick haben muss. Der sanfte Wecker, der das ausgesuchte mp3 ohne Vibration in einem einstellbaren Zeitraum einblendet: Kein Lautstärkeschock mehr am frühen Morgen!

Phono zeigt mir auf einen Blick, wie stark mein Mobilfunknetz gerade ist, ob ich mich im Roaming befinde und ob Datentransfer via Mobilfunk stattfindet.

Gesture Search erlaubt schnellen Zugriff auf Kontakte, Apps und sogar Musik, in dem man Buchstaben auf das Display malt. Wer das einmal ausprobiert hat, startet nie mehr die Kontakte, um jemanden anzurufen. Tweetdeck, welches sich auf Android noch in der Betaphase befindet, hat bei mir sofort das ansonsten gute Seesmic als Twitterclient ersetzt. Dolphin ist mein bevorzugter Webbrowser. Er punktet bei mir insbesondere durch das gute Tab-Handling. K-9 ist ein unschlagbar guter E-Mailclient, seit einiger Zeit auch mit GnuPG-Unterstützung. Allerdings hat er noch den Nachteil, die E-Mails im Hauptspeicher des Desire zwischenzuspeichern, was dem knappen Platz dort nicht zugute kommt. Laut Entwicklerforum wird aber daran gearbeitet, dieses Zwischenspeicher auf die SD-Karte auszulagern.

Mal eben etwas notieren, dies auch verschlüsselt abspeichern? Dafür nutze ich ColorNote. Meine ToDo-Liste verwalte ich mit Astrid, die ganz schön nerven kann, wenn eine Aufgabe fällig wird (selbst schuld, ich habe es ja so eingegeben).

100926-screen2Dies ist mein Telefonierbildschirm. Schneller Zugriff auf Favoriten erlaubt das HTC-Widget. SMS (verwaltet mit Handcent) und MMS werden automatisch gesichert.

100926-screen3Spiele und Informationen finden sich hier. Hier möchte ich nur drei Apps hevorheben:

n-tv bietet einen schnellen Überblick zur Nachrichtenlage. Selten habe ich das so gut präsentiert gesehen, sowohl ein Überblick in einer Minute als auch längeres Lesen und Ansehen von Videos über eine halbe Stunde sind problemlos möglich und machen Spaß.

Instant heart rate misst den Puls desjenigen, der seinen Zeigefinger auf die Kamera des Desire hält. Was? Ja, das geht wirklich, wenngleich es auch nicht ganz exakt ist.

Alchemy ist ein wunderbares neues Spielkonzept. Durch die Kombination von Dingen (Drag and Drop) entstehen neue Dinge, die sich wieder kombinieren lassen. Den Spaß daran kann man nicht beschreiben, aber das Spiel ist intuitiv sofort begreifbar: Ausprobieren!

100926-screen4Dateihandling und “Zeugs” ;-) finden sich hier. Erwähnenswert hier: Astro ist der Dateimanager mit der besten Integration in Android, so öffnet er Dateien mit den in Android für die jeweiligen Dateitypen hinterlegten Applikationen. Dies macht der zweite installierte Dateimanager EStrongs File Explorer nicht so gut, dafür kann dieser aber sehr einfach und schnell auf Smbshares zugreifen. Man kann sich also auf einem Windows- oder Sambaserver einloggen und Dateien austauschen. SwiFTP startet auf dem Desire einen FTP-Server, damit ist der Zugriff von einem PC auf die Dateien des Telefones möglich. Dabei ist sogar ein FTP-Proxy implementiert, damit der Zugriff über einen NAT-Router hinweg ohne DynDNS oder ähnliche Tricks möglich ist. Erzeugt aber auch Bauchschmerzen, weil die Passworte natürlich ebenfalls über den Proxy gehen.

100926-screen5Hier war nun der Platz für Icons knapp. Für etwas Entspannung sorgt More Icons Widget, damit kann man auf einen Platz, der normalerweise nur ein Icon aufnimmt, dero vier platzieren.

Ansonsten möchte ich von diesem Bildschirm zwei Apps hervorheben. Google Sky Map nutzt GPS und Lagesensor sowie Kompass, um die Sterne und Sternenbilder zu benennen. Man hält das Desire einfach so, dass man damit das fragliche Sternbild verdeckt und bekommt dessen Namen angezeigt. Die andere ist S-Banking, mit dem ich auf meine Konten zugreifen kann, Überweisungen tätigen kann usw. (Nein, die zugehörigen Passworte sind nicht in meinem Telefon gespeichert). Diese App verschlüsselt übrigens nach c’t-Test ihre Daten zuverlässig.

100926-screen6Der letzte vorzustellende Bildschirm enthält unter anderem Systemwerkzeuge, in der oberen Reihe Musik-Apps. A Online Radio spielt Internetradio. Squeeze Commander ist die Fernsteuerung für meine Squeezebox – ein herrliches Spielzeug! Darüber vielleicht in einem anderen Artikel mehr.

Die anderen Apps hatte ich größtenteils schon vorgestellt. Neu ist hier Network Discovery, mit dem man das lokale Netz nach Services durchsuchen kann. Android System Info gibt schnellen Überblick über das Gerät, erlaubt aber auch den tiefen Blick ins System (Temperatur des Akkus, Laufzeit seit letztem Boot, Hauptspeicherbedarf einzelner Apps, Hintergrundprozesse, …)

Auf dem letzten Bildschirm (hier nicht zu sehen) findet sich dann nur noch das Wetter und nur so lange, bis ich den Platz für weitere Apps benötige.

Ein schönes Spielzeug, mit dem man sogar telefonieren kann! ;-)

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Must-Have-Apps

Dienstag 18. Mai 2010 von optimisc

Nach ein paar mehr Erfahrungen bin ich immer noch begeistert von dem HTC Desire. Das Ding macht eigentlich immer das, was man gerade erwartet oder haben möchte. Unter Windows Mobile z.B. war ein Dateimanager unverzichtbar. Also lud ich mir als erstes einen Dateimanager auf mein HTC Desire. Benötigen tue ich ihn aber nicht – ich weiß einfach nicht, wozu. Alle Applikationen verwalten die Daten, die sie verwalten können und bieten einen übersichtlichen Zugriff darauf.

Dieser Artikel ist eine Momentaufnahme meiner Applikationen, die ich auf dem Desire nutze. Momentaufnahme, da sich daran immer noch ab und zu etwas ändert. Ich bin dankbar für Kommentare anderer Nutzer über sinnvolle oder interessante Apps, die hier nicht auftauchen.

Außer der Uhr, die auch gleich die Wetteraussichten an dem Ort anzeigt, an dem man sich gerade befindet, gibt es auf dem Homescreen:

  • Battery Widget zeigt den Ladezustand übersichtlich an und ermöglicht schnellen Zugriff auf WLAN, Bluetooth, GPS und Displayeinstellung
  • Seesmic ist ein ausgezeichneter Twitterclient. Das HTC Peep sagte mir irgendwann über längere Zeit “Keine Tweets” (was ungewöhnlich ist), da habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Und Seesmic kann mehr als Peep.
  • Quick Settings ist in gewisser Weise redundant zum Battery Widget, zeigt aber den Ladezustand nicht und bietet dafür mehr Einstellungsmöglichkeiten.
  • K-9 Mail ist ein ausgezeichnetes E-Mailprogramm. Man braucht es, wenn man einen Mailserver mit einem selbst signierten Zertifikat verwendet (das kann das eingebaute Mailprogramm nämlich nicht). Die Integration in das System ist, wie auch bei Seesmic, excellent.
  • Das Nachrichtenwidget zum schnellen Zugriff auf SMS
  • Das mitgelieferte Facebook
  • Dolphin Browser HD – Hier bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich nicht wieder zum mitgelieferten Browser zurückkehre. Die Gestensteuerung beim Dolphin ist nicht der Bringer, das Tab-Handling ist aber besser. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne.
  • Das Kamera-Icon darf für schnelle Fotos auf der ersten Seite nicht fehlen.

Andere Screens (und ab hier nur noch eine Auswahl der installierten Apps)

  • Shazam erkennt Musik (Titel, Interpret, …), wenn man das Desire vor den Lautsprecher hält. Und das funktioniert sogar!
  • Barcode Scanner erkennt Barcodes, QR-Codes etc. und verwertet das Ergebnis entsprechend. Kontaktdaten können ins Adressbuch übernommen werden, Webseiten können direkt mit dem Defaultbrowser aufgerufen werden, Bücher (via ISBN) können gesucht werden.
  • Foursquare
  • G-Mon zeigt alle verfügbaren (Wlan-)Netzwerke an. Dabei werden erweiterte Informationen angezeigt und es werden WLANs erkannt, die vom Desire normalerweise als zu schwach verworfen werden. Wunderbar, wenn man sich durch eine Innenstadt bewegt und mal schaut, was sich da so tut. Diese Anwendung ist übrigens die einzige, die man wirklich beenden muss, da sie ansonsten im Hintergrund weiter scannt und dabei Mengen an Strom verbraucht.
  • ColorNote erlaubt es, mal eben schnell was zu notieren. Notizen können auch verschlüsselt werden und als Checkliste angelegt werden.
  • Mal ausprobiert: Google Maps [brut]. Eines von zweien, die nicht direkt aus dem Appstore kommen. Diese Anwendung schaltet das Routing in Google Maps frei, ein Hack. Dabei wird nicht nur mit der Strassenkarte in der Draufsicht geroutet sondern wie gewohnt vom Navi in einer pseudo-3D-Ansicht. Angeblich muss man hier mit dem Update des normalen Google Maps aufpassen, da die beiden kompatibel sein müssen.
  • AppsBrain, damit ich die Liste meiner Apps online sichern kann.
  • Robo Defense Ein Towerdefense-Spiel. Zeitkiller.
  • Air Control Ein Flughafen, zwei Landebahnen und ein Hubschrauberlandeplatz. Flugzeuge fliegen von allen Ecken herein, man zeichnet für jedes eine Flugbahn auf das Display bis zur korrekten Landebahn. Alles einfach, wenn es nur wenige Flugzeuge sind – aber es werden mehr. Sehr übles Spiel (ach, einmal versuche  ich es noch …)
  • Reversi ist für mich unverzichtbar. Diese Version ist schon in der dritten Stufe recht schlau.
  • Verkehrsinformationen Mobil zeigt die aktuelle Staulage. Der Clou ist, dass die Staus in Entfernung nach meinem Standort sortiert werden.
  • APG ist eine GPG-Implementation für Android. Da ich manches GPG-verschlüsselt speichere und darauf auf mobil Zugriff haben möchte, eine praktische Sache.

Alle diese Programme sind kostenlos. Manche zeigen dafür Werbung an, oft gibt es eine werbefreie Version für kleines Geld. Die Werbung ist immer recht dezent, nie störend, so dass ich mit diesem Finanzierungsmodell durchaus einverstanden bin.

Als Hintergrund verwende ich “Gras”. Dass die Grashalme sich vor einem blauen Himmel sanft wiegen, ist schon sehr nett. Abhängig von der lokalen Uhrzeit geht dann der Himmel über eine Abenddämmerung in Nachthimmel über. Absolut sinnfrei, aber sehr schön anzusehen.

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Das Bessere ist des Guten Feind

Donnerstag 6. Mai 2010 von optimisc

Nun habe ich einige Monate Erfahrungen mit dem HTC Touch Diamond 2 (TD2)  gesammelt. Nach der Anschaffung hatte ich auch schon darüber geschrieben. Wie man aber an der Überschrift erkennen kann, ist es dabei nicht geblieben. Einerseits hatte das TD2 inzwischen einen Defekt am Touchscreen. Andererseits aber, und das ist wesentlich entscheidender, hat sich der Mobiltelefonmarkt in den letzten Monaten so rasant verändert wie schon lange nicht mehr.

Das iPhone boomt nach wie vor, der Appstore von Apple hat alles. Naja, alles, was Apple reinlässt, jedenfalls. Ein relativ neuer Mitspieler bei den Betriebssystemen für Mobiltelefone hat einen beachtenswerten Start hingelegt: Googles Android. Windows Mobile hat mit seinem Update von 6.1 auf 6.5 im letzten Jahr für Enttäuschung gesorgt. Immer noch scheint Windows der Meinung zu sein, auch auf einem Mobiltelefon muss Windows aussehen wie Windows. Dass das an vielen Stellen nicht so praktisch ist, ist klar. Windows Mobile 7 ist angekündigt, aber schon jetzt sinkt die Motivation der Programmierer von Programmen für Windows Mobile rapide. Sehr viele wichtige Applikationen, wenn man sich im social web bewegt, sind für das iPhone verfügbar. Fast alle diese Applikationen, und hier ist ein rasanter Anstieg zu beobachten, sind auch für Android zu haben. Wenige bis keine solche Applikationen gibt es für Windows Mobile (bspw Foursquare, für das es nur einen fehlerhaften Fremdclient gibt).

HTC Desire

HTC Desire

Google bringt nun das Nexus One auf den Markt, eines der ersten Androidtelefone, die richtig interessant sind. Das Nexus wird von HTC gebaut, in Europa ist seit kurzer Zeit ein fast baugleiches Gerät unter dem Namen HTC Desire verfügbar. Fast, weil das Desire statt eines mechanischen einen optischen Trackball besitzt und statt der etwas drögen Android-Oberfläche das schicke HTC Sense. Technisch sind beide Geräte höchst interessant vor allem wegen des blitzschnellen Prozessors und des brillianten Displays. Mehr gibt es in einschlägigen Testberichten, Unboxingvideos usw..

Gegen Google spricht die Datensammelwut dieses Konzerns. Ein Androidtelefon ist relativ eng mit Google verknüpft und man kann Google eine Menge über seine Gewohnheiten mitteilen. Der Unterschied zu Apple liegt in dem kleinen Wort “kann”. Wenn man das Googlehandy nicht mit einem Googleaccount verknüpft, bleibt es benutzbar. Sogar kostenlose Apps kann man laden, vielleicht (noch nicht ausprobiert) sogar per Kreditkarte kaufen ohne ein Checkout-Konto bei Google. Sicher ist es dennoch überdenkenswert, sich in die Hände dieses großen Konzerns zu geben. Wie man schon ahnt, habe ich es trotzdem getan.

Nach zwei Tagen mit dem neuen Telefon gibt es schon ein paar Erkenntnisse:

  • Es macht Spaß. Egal, ob man damit eine E-Mail schreibt, twittert oder Webseiten aufruft, das Ding stellt sich einem nicht in den Weg. Der naja-ist-halt-nur-ein-handy-Gedanke stellt sich nicht ein, man erfreut sich stattdessen an der Geschwindigkeit, Bedienbarkeit und am ausgezeichnet ablesbaren AMOLED-Display.
  • Es gibt fast alle wichtigen Applikation auch für Android. Fast, weil mir noch Tweetdeck (ist angekündigt) und Skype als fehlend aufgefallen sind.
  • Eine Displayschutzfolie funktioniert nicht sehr gut auf einem kapazitiven Touchscreen.
  • Ein zweiter Akku muss her (hallo iPhone: Man kann den Akku tauschen ;-) ) Die Akkulaufzeit ist wie bei allen Smartphones nicht berühmt, mit der ganzen Anfangsspielerei ist der Akku nach etwa 5-6 Stunden am Limit. Im normalen Betrieb sollte man aber 2-3 Tage auskommen.
  • Die 16GB sdhc-Karte mit u.a. meiner Musik konnte ich einfach übernehmen.
  • Der USB-Anschluss ist ein Micro-USB. Das passt nicht auf die Mini-USB-Kabel, die ich überall herumfliegen habe. Aber es gibt Adapter.
  • Android ist etwas anderes in der Bedienung, als ein Windows-(Mobile)-Nutzer das gewohnt ist. Programme können in der Mehrzahl nicht beendet werden, sondern werden beim Zurückschalten auf den Homebildschirm “Schlafen gelegt”. Je nach Funktion des Programmes, und im Unterschied zum iPhone-OS bestimmt das das Programm selbst, bleiben aber einige Funktionen erhalten. So schaut das E-Mailprogramm weiter nach E-Mails, wenn man das so einstellt. Der Twitterclient meldet sich auf Wunsch, wenn es etwas neues gibt, usw.. Der große Vorteil dabei ist, dass bei einem erneuten “Start” bzw Aufruf des Programmes an derselben Stelle weitergemacht werden kann, sogar die Position in einem mehrseitigen Text ist dann dieselbe. Ich habe es übrigens mit mehrstündiger Spielerei und Installationsorgie aus dem Market (das ist der AppStore von Android) noch nicht geschafft, das Ding langsamer oder zum Ruckeln zu bekommen.
  • Ein Nachteil: Das eingebaute E-Mailprogramm kommt nicht mit selbst erstellten Serverzertifikaten klar. Macht aber nix, da das kostenlose K9-Mail besser ist und sich ebenfalls voll integrieren lässt.
  • Das Synchronisieren mit dem Kalender der UB (eGroupware) ist immer ein spannendes Thema. Exchange soll kein Problem sein, aber hier ist SyncML gefragt. Glücklicherweise gibt es den sehr guten SyncML-Client von Synthesis auch für Android, und damit läuft das reibungslos.

Soweit, so gut. Ich bin glücklich mit dem neuen Gerät – aber das ist nach erst zwei Tagen kein Wunder. Wenn sich die Euphorie etwas gelegt hat, melde ich mich nochmal dazu. Jedenfalls habe ich den Eindruck, als ob der Kampf um Mobil-Marktanteile für Apple seit dem Erscheinen des Desire schwieriger geworden ist. Das neue OS 4 des iPhone wird daran wenig ändern.

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Serchilo

Dienstag 27. April 2010 von optimisc

Suchmaschinen gibt es viele. Niemand benutzt nur Google. Eine Übersetzung sucht man bei leo.org, eine Bahnfahrt bei bahn.de. Wikipedia liefert schnelle Hilfe beim Gucken von WerWirdMillionär und Google Maps zeigt, wo eigentlich die Marktstraße in Weimar ist. Welche Signatur hat das Perl Kochbuch im Katalog der UB Dortmund? Jede Seite muss ich einzeln ansteuern und die Suche dort eingeben – oder ich verwende Serchilo.
20100427_serchilo
Suchen früher:

  1. Was suche ich bzw wo gibt es die Ergebnisse?
  2. Neuen Tab im Browser öffnen
  3. Wie war nochmal die URL bzw wo in meinen Lesezeichen finde ich das?
  4. Hmm, das Suchfeld – ah ja, oben links. Eingeben, Knopf klicken.
  5. Ergebnisse ansehen

Suchen jetzt:

  1. Was suche ich bzw wo gibt es die Ergebnisse?
  2. Neuen Tab im Browser öffnen – Tab Mix Plus sorgt dafür, dass automatisch meine Startseite bei Serchilo geöffnet wird. Das Eingabefeld hat gleich den Fokus.
  3. Kürzel [Suche] eingeben, Enter
  4. Ergebnisse ansehen

Serchilo ist eine Startseite für alles. Dort gibt es ein Suchfeld, in das man über Kürzel die Suchmaschine bestimmt und danach die Suchworte eingibt. Bei den obigen Beispielen:

Nein, man muss nicht alle Kürzel auswendig lernen. Erstens merkt man sich die Handvoll Kürzel, die man oft benötigt, sehr schnell. Und zweitens gibt Serchilo Hilfestellung. Hat Serchilo eine Ahnung von geizhals.at ? Einfach mal ausprobieren, indem man geiz bei Serchilo eingibt:

20100427_serchilo2

Da hat also schon jemand eine Suche definiert, fein. geiz htc desire bringt mich direkt zu der Preisrecherche nach dem neuen HTC-Mobiltelefon.

Der Blick in das zugehörige Wiki lohnt sich. Der wahre Pfiff bei Serchilo ist nämlich, dass die Kürzel nicht starr vorgegeben werden. Stattdessen kann jeder entweder seine eigenen Kürzel oder neue allgemeingültige definieren – gemeinschaftlich nach Vorbild der Wikipedia. Das Schöne ist: Man muss es nicht, kann Sechilo einfach benutzen und dabei Zeit und Nerven sparen.

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Ein Paket

Freitag 15. Januar 2010 von optimisc

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Die Tasse (im Vollbild) nur zum Größenvergleich.

Kommt ein Riesenpaket. Aber sehr leicht isses. Hmm, das sind doch wohl nicht die Scotchlok-Kabelverbinder?

Machen wir das Ding doch mal auf – oha, doch, es enthält die kleine Schachtel mit den Kabelverbindern. Ob das wohl effizient ist?

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Westalpen

Donnerstag 7. Januar 2010 von optimisc

Man glaubt es kaum, aber der Bericht der Mopedtour 2009 ist endlich fertig. Was man so alles schafft an ein paar freien Tagen …

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BibCamp³

Montag 19. Oktober 2009 von optimisc

Ich habe mich beim BibCamp³ verewigt.

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Ok ok.

Montag 12. Oktober 2009 von optimisc

Es ist zwar ganz schön, wenn man noch mal nachlesen kann, was man so getweetet hat. Vielleicht – so dachte ich – ist es auch für andere interessant. Anscheinend aber, und ich merke das selbst bei Tweeteinträgen in anderen Blogs, ist das nicht der Fall.

Konsequenz: Blogbeiträge mit Tweetsammlungen gibt es jetzt hier nicht mehr.

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