Sonntag 26. September 2010 von optimisc
Dies ist nun der dritte Artikel, der sich mit dem Desire beschäftigt.
Nach einiger Zeit der Nutzung ist mir dieses Gerät wirklich wichtig und wertvoll geworden. Zwei Ärgernisse möchte ich allerdings nicht verschweigen: Der Akku ist zu schwach und der Speicher im Gerät zu klein. Mit normaler Nutzung inklusive E-Mail und Nachrichten lesen, aber ohne langes Spielen, wird es schon schwierig, mit dem Akku über 15 Stunden zu kommen ohne Nachzuladen. Und mit Froyo (Android 2.2) ist es zwar möglich, Apps auf die SD-Karte zu verschieben, dies muss aber der Entwickler der App auch einbauen und das tun bisher die wenigsten.
Nun zu den angenehmen Dingen, was kann ich damit alles machen?

In diesem (leider etwas unscharfen) Bild sieht man den Homescreen. Platz ist hier wichtig, schneller Zugriff auf die wichtigsten Anwendungen notwendig. Daher habe ich die HTC-Klappuhr, die ich eigentlich sehr mag, durch eine Uhr von Beautiful Widgets ersetzt. Diese nimmt nur eine Reihe ein und zeigt dennoch die gleichen Informationen. Darunter das Battery Widget, welches leider man immer im Blick haben muss. Der sanfte Wecker, der das ausgesuchte mp3 ohne Vibration in einem einstellbaren Zeitraum einblendet: Kein Lautstärkeschock mehr am frühen Morgen!
Phono zeigt mir auf einen Blick, wie stark mein Mobilfunknetz gerade ist, ob ich mich im Roaming befinde und ob Datentransfer via Mobilfunk stattfindet.
Gesture Search erlaubt schnellen Zugriff auf Kontakte, Apps und sogar Musik, in dem man Buchstaben auf das Display malt. Wer das einmal ausprobiert hat, startet nie mehr die Kontakte, um jemanden anzurufen. Tweetdeck, welches sich auf Android noch in der Betaphase befindet, hat bei mir sofort das ansonsten gute Seesmic als Twitterclient ersetzt. Dolphin ist mein bevorzugter Webbrowser. Er punktet bei mir insbesondere durch das gute Tab-Handling. K-9 ist ein unschlagbar guter E-Mailclient, seit einiger Zeit auch mit GnuPG-Unterstützung. Allerdings hat er noch den Nachteil, die E-Mails im Hauptspeicher des Desire zwischenzuspeichern, was dem knappen Platz dort nicht zugute kommt. Laut Entwicklerforum wird aber daran gearbeitet, dieses Zwischenspeicher auf die SD-Karte auszulagern.
Mal eben etwas notieren, dies auch verschlüsselt abspeichern? Dafür nutze ich ColorNote. Meine ToDo-Liste verwalte ich mit Astrid, die ganz schön nerven kann, wenn eine Aufgabe fällig wird (selbst schuld, ich habe es ja so eingegeben).
Dies ist mein Telefonierbildschirm. Schneller Zugriff auf Favoriten erlaubt das HTC-Widget. SMS (verwaltet mit Handcent) und MMS werden automatisch gesichert.
Spiele und Informationen finden sich hier. Hier möchte ich nur drei Apps hevorheben:
n-tv bietet einen schnellen Überblick zur Nachrichtenlage. Selten habe ich das so gut präsentiert gesehen, sowohl ein Überblick in einer Minute als auch längeres Lesen und Ansehen von Videos über eine halbe Stunde sind problemlos möglich und machen Spaß.
Instant heart rate misst den Puls desjenigen, der seinen Zeigefinger auf die Kamera des Desire hält. Was? Ja, das geht wirklich, wenngleich es auch nicht ganz exakt ist.
Alchemy ist ein wunderbares neues Spielkonzept. Durch die Kombination von Dingen (Drag and Drop) entstehen neue Dinge, die sich wieder kombinieren lassen. Den Spaß daran kann man nicht beschreiben, aber das Spiel ist intuitiv sofort begreifbar: Ausprobieren!
Dateihandling und “Zeugs”
finden sich hier. Erwähnenswert hier: Astro ist der Dateimanager mit der besten Integration in Android, so öffnet er Dateien mit den in Android für die jeweiligen Dateitypen hinterlegten Applikationen. Dies macht der zweite installierte Dateimanager EStrongs File Explorer nicht so gut, dafür kann dieser aber sehr einfach und schnell auf Smbshares zugreifen. Man kann sich also auf einem Windows- oder Sambaserver einloggen und Dateien austauschen. SwiFTP startet auf dem Desire einen FTP-Server, damit ist der Zugriff von einem PC auf die Dateien des Telefones möglich. Dabei ist sogar ein FTP-Proxy implementiert, damit der Zugriff über einen NAT-Router hinweg ohne DynDNS oder ähnliche Tricks möglich ist. Erzeugt aber auch Bauchschmerzen, weil die Passworte natürlich ebenfalls über den Proxy gehen.
Hier war nun der Platz für Icons knapp. Für etwas Entspannung sorgt More Icons Widget, damit kann man auf einen Platz, der normalerweise nur ein Icon aufnimmt, dero vier platzieren.
Ansonsten möchte ich von diesem Bildschirm zwei Apps hervorheben. Google Sky Map nutzt GPS und Lagesensor sowie Kompass, um die Sterne und Sternenbilder zu benennen. Man hält das Desire einfach so, dass man damit das fragliche Sternbild verdeckt und bekommt dessen Namen angezeigt. Die andere ist S-Banking, mit dem ich auf meine Konten zugreifen kann, Überweisungen tätigen kann usw. (Nein, die zugehörigen Passworte sind nicht in meinem Telefon gespeichert). Diese App verschlüsselt übrigens nach c’t-Test ihre Daten zuverlässig.
Der letzte vorzustellende Bildschirm enthält unter anderem Systemwerkzeuge, in der oberen Reihe Musik-Apps. A Online Radio spielt Internetradio. Squeeze Commander ist die Fernsteuerung für meine Squeezebox – ein herrliches Spielzeug! Darüber vielleicht in einem anderen Artikel mehr.
Die anderen Apps hatte ich größtenteils schon vorgestellt. Neu ist hier Network Discovery, mit dem man das lokale Netz nach Services durchsuchen kann. Android System Info gibt schnellen Überblick über das Gerät, erlaubt aber auch den tiefen Blick ins System (Temperatur des Akkus, Laufzeit seit letztem Boot, Hauptspeicherbedarf einzelner Apps, Hintergrundprozesse, …)
Auf dem letzten Bildschirm (hier nicht zu sehen) findet sich dann nur noch das Wetter und nur so lange, bis ich den Platz für weitere Apps benötige.
Ein schönes Spielzeug, mit dem man sogar telefonieren kann!