Virtuelle Desktops
Sonntag 1. Juni 2008 von optimisc
In der aktuellen c’t 12/08 gibt es einen Artikel über “Tools für XP und Vista, die Sie nicht mehr missen wollen“. Mir fehlt da so einiges, was ich inzwischen lieb gewonnen habe. Daher werde ich hier in loser Folge einige “meiner” Tools vorstellen.
Den Anfang macht Dexpot. Ich habe einige Jahre mit einem Linux-Desktop gearbeitet und bin dann zu Windows zurückgekehrt. Warum, ist ein anderes Thema, vielleicht in einem anderen Artikel. Jedenfalls habe ich mich sehr an einige der Dinge eines KDE gewöhnt und nach entsprechenden Tools unter Windows gesucht, so z.B. die virtuellen Desktops.
Was macht ein virtueller Desktop? Vor allem dann Sinn, wenn man mehr als drei Anwendungen gleichzeitig offen hält. Bei mir sind es normalerweise mehr: Mailprogramm, Webbrowser mit mehreren Tabs, Dateiexplorer, diverse Putty-Sessions zu Linuxservern, IM-Client, vmware, … – Übersicht? Kurz mal auf den Desktop um ein Icon anzuklicken? Alt-TAB zum richtigen Fenster? Gar nicht gut. Virtuelle Desktops erlauben Programmfenster nach beliebigen Kriterien zu sortieren. Man hat ab sofort einfach virtuell mehrere Monitore, zwischen denen man per Hotkey umschaltet.
Bei mir befinden sich (auf einem zwei-Monitorsystem mit vier virtuellen Desktops) Webbrowser und Mailprogramm auf dem ersten virtuellen Desktop, Dateiexplorer auf dem dritten und die Putty-Sessions auf dem vierten. Der zweite bleibt für ad-hoc-Anwendungen wie Grafikprogramm und Textverarbeitung reserviert und der IM-Client ist (”sticky”) auf allen sichtbar. Zwischen den Desktops wechsele ich per STRG-Desktopnummer, das aktive Fenster schiebe ich auf einen anderen Desktop mit Windowstaste-neue_Desktopnummer.
Hat man sich einmal daran gewöhnt, kann man nicht mehr ohne. Der schnelle Zugriff auf bestimmte Fenster ist viel einfacher. Dexpot kann aber noch wesentlich mehr, hier lohnt es sich die Features auf der Webseite durchzulesen oder das Ding einfach mal zu installieren und auszuprobieren. Was das Ding nicht kann ist das Grafikgezappel eines Vista oder eines neuen KDE beim Desktopwechsel, oder alle virtuellen Desktops auf einem Würfel darzustellen. Brauch’ ich aber nich’.
Dexpot ist kostenlos für Privatanwender und seinen Preis für kommerzielle Anwendung allemal wert.
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